BBB – Bread & Butter Berlin – Modemesse der Extraklasse
// Juli 4th, 2009 // No Comments » // Umkleidebox
Für einige war die Rückkehr der B&B (Bread & Butter / Brot und Butter)-Messe aus Barcelona nach Berlin wohl eine Überraschung. Parallel zur Faschion Week Anfang Juli öffnete sie ihre Tore. Auf der letzten B&B in Barcelona lockten Designer, wie zum Beispiel: Ed Hardy, Affliction, GG&L, Junk Food und viele andere, mehr als 90.000 Besucher an. Die Modemacher waren insgesamt mit über 800 Ständen vertreten. Auch in Berlin werden nicht weniger prominente Labels erwartet.
Unter anderem haben schon Elivs & Jesus , La Martina, Amplified, Energie, Miss Sixty und Diesel starkes Interesse bekundet. Dies ist nicht nur ein großer Erfolg für die Messe an sich, sondern beschert auch den Hotels, Restaurants und anderen Dienstleistern einen guten Zuverdienst. In Berlin rechnet man bis dato mit mehr als 80.000 Besuchern. Das simultan die Mercedes-Benz Fashionweek am Bebelplatz läuft, stört hier niemanden. Dort laufen sowieso die Labels, die dem Mittelstand unerreicht bleiben wie: Strenesse, Kaviar Gauche, Kilian Kerner oder Custo Barcelona. Die ersten Anzeichen einer Rückkehr spiegeln sich schon in Berlin wieder. So ist zum Beispiel der Tempelhof jetzt schon ausgebucht. „Ein großer Erfolg und eine Stärkung Berlins als Modestandort.“ so bezeichnen es Berlins Bürgermeister Klaus Wowereit und seinen Wirtschaftsminister Harald Wolf. Ferner konnte man der FAZ entnehmen, dass Wowereit von einer „Super Perspektive“ für den von der landeseigenen Berliner Immobilienmanagement GmbH (BIM) verwaltete Flughafen Tempelhof sprach, welcher im Oktober 2008 stillgelegt wurde.
| Immer wieder wurden klagen über die Förderungen der Messe durch die Berliner Kasse laut und es wurde angeprangert, dass man mietfrei im Tempelhof hausieren würde. Messechef Karl-Heinz Müller widerspricht dem. Er sei noch nie ein Fan von Subventionen und den damit verbundenen Abhängigkeiten gewesen. Auch für die Miete werde adäquat bezahlt. Die Messe bringe Geld mit sich und nehme es nicht, so Müller. Dass Müller das Potential hätte einen festen Standort und Kapital aus dem Tempelhof zu schaffen, bestreitet hingegen keiner. Es ist fraglich ob sich alle diesem Modehype rund um Berlin, B&B und den Tempelhof anschließen. |  |
Die alten Labels ( Ed Hardy, Affliction, GG&L, Junkfood, etc…) könnten Probleme kriegen ihre Modells und Accessoires nach Deutschland zu schaffen. In einem Interview mit der Berliner Morgenpost sagte Karl-Heinz Müller:“Wir haben dazu das neue Segment „L.O.C.K.“ (Labels of Common Kin), in dem es vor allem um Authentizität und Handwerklichkeit geht, um stille Exklusivität. Das sind Marken, die oft aus der Manufaktur rauskommen.Das ist gerade in der Krise ein Thema, wo die Menschen sehr wertebewusst werden. Es geht um Marken wie Edwin, Red Wing Shoes oder PRPS. Teilweise auch sehr teuer, aber vor allem authentisch.“ Es bleibt jedoch abzuwarten in wie fern dies den Menschen hilft die in Dritte-Welt-Ländern für Hungerlöhne arbeiten. Gerade in der Textilindustrie ist Kinderarbeit immer ein aktuelles Thema. Für Müller ist dies bereits der zweite Versuch in Berlin, nach zwei Veranstaltungen in Köln. Laut Vertrag wird die Messe in den nächsten zehn Jahren zwei Mal jährlich stattfinden. Und zwar im ehemaligen Flughafen Tempelhof. Darüber dürften sich nicht nur die Besucher freuen, sondern vor allem die anliegenden Dienstleister der Stadt. Insgesamt bezeichnet man das Ereignis als sehr positiv.
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